90-Jahrfeier des SVO

„Magische Höhepunkte“ beim SVO-Jubiläum: Nicht nur die weißblaue Zauberkunst von Florian Otto begeisterte den vollen Wirtssaal, auch der historische Parcours mit vielen Fotos aus neun Jahrzehnten erfolgreicher Vereinsgeschichte.

Uwe Kraft (Vorstand) strahlte schon bei der Begrüßung und das hatte einen ganz einfachen Grund: Der Gasthaussaal war zum bersten voll, kaum mehr ein Platz war frei. Unter den Gästen Bürgermeister Georg Weigl, MdL Otto Lederer, Ehrenvorstand Hans Thiel und Ehrenbürger Josef Haas. „Und auch alle unsere Ehrenmitglieder sind heute anwesend“ meinte Kraft stolz zu Georg Grabmaier, Hans Mosler, Heinz Spielvogel, Siegfried Starringer, Werner Stache und Hans Zäuner. „Wer heute schon unseren historischen Parcours mit Fotos aus unseren neun Jahrzehnten durchlaufen ist, der sah, es tut sich was beim SVO“ meinte der Vorstand. In schweren Zeiten zu bestehen, das mache einen Verein stark, so der Redner, gestern, 1929, genauso wie heute. Sport sei gerade heute, wo die neuen Medien unsere Zeit in Beschlag nehmen, wichtiger denn je. Zwischen den Reden unterhielten die Hinterberger Musikanten das Publikum mit alpenländischer Volks- und Blasmusik getreu ihrem Motto „Weil’s a Freid is“. Einer, der den Verein kennt, wie kaum ein anderen, Ehrenvorstand Hans Thiel, 31 Jahre an der Spitze des SVO, blickte zurück. „Von der Gründerzeit bis heute kann man einen guten Eindruck gewinnen, wie die Saat beim SVO aufgegangen ist. „Viele der Macher des SVO bleiben uns in ewiger Erinnerung“ meinte Thiel und nannte hier explizit Werner Stache Senior, Sepp Hofbauer und Sepp Berger. Ein Meilenstein in seinen Augen war dabei der Bau der Berger Sportanlage und die Nutzung der Schulturnhalle, die dem Verein eine ungeahnte Expansion ermöglichte. Von 300 Mitgliedern wuchs der SVO sukzessive auf über 1600 an. Von einst nur Fußball und Sportschiessen gibt es nunmehr acht Abteilungen und fünf Gruppierungen. „Mit Fug und Recht kann man sagen, unser SVO ist gut aufgestellt“ meinte der Ehrenvorstand. Allerdings kritisierte er auch, dass einige Traditions- und Kameradschaftsveranstaltungen, wie Preisschafkopfen, Rosenmontagsball, Kinderfest oder die beliebte  Bildersuchfahrt mittlerweile weggefallen sind. Deshalb sein Appell an alle Mitglieder: „Mitarbeit und viel ehrenamtliches Engagement zum Wohle des Vereins“. Der SVO sei mittlerweile ein fester Bestandteil des Vereinslebens stellte Bürgermeister Georg Weigl fest, gleichzeitig auch der mitgliedsstärkste Verein im Gemeindegebiet. Es stecke schon viel Arbeit dahinter, um den vielen Mitgliedern auch etwas bieten zu  können meinte er und erinnerte explizit an den steten Fussballplatzwechsel in den 90 Jahren. Des Bürgermeisters Wunsch: Weiterhin viel Idealismus und tatkräftige ehrenamtliche Helfer zur Seite. Anschließend ehrte der Verein aktive Mitglieder (wir berichten separat), bevor Florian Otto mit seiner „weißblauen Zauberkunst“ den vollen Wirtssaal verzückte. Auf bayrisch-charmante Art und Weise gab es bei seinen fünf Auftritten viel zu lachen und noch viel mehr zu staunen. Besonders sein magisches Fass hatte es in sich. „UnFassbar“ so der Magier, ein mystischer Ort mit vielen „zauberhaften“ Utensilien. Und so zeigte er ein zauberhaftes Oktoberfest, einen schwebenden Tisch von König Ludwig, einen Zauberwürfel in der Popcorntüte und vieles mehr. Das Publikum jedenfalls kam aus dem Staunen kaum mehr heraus. Schon vor dem Festakt konnten die Besucher auf einem Wanderpfad im Saal historische Bilder aus neun Jahrzehnten bewundern, dazu alte Trainingskleidung und Pokale aus der Gründerzeit. An die neunzig Fotos waren auf Schnüren chronologisch aufgereiht; von der Gründerzeit bis in die Neuzeit. Aufgebaut waren auch die drei Schießstände der Sportschützen, ein anschauliches Werk, der die technische Weiterentwicklung in den vergangenen 70 Jahren eindrucksvoll dokumentierte.